So läuft eine +2 nach der offiziellen Regel
- Anna legt eine rote +2.
- Ben zieht zwei Karten und verliert seinen Zug – auch wenn er selbst eine +2 auf der Hand hat.
- Clara ist an der Reihe. Sie legt, was auf die rote +2 passt: eine rote Karte, eine andere +2 oder einen Joker.
Legt Clara eine weitere +2, muss die nächste Person zwei Karten ziehen. Eine Summe von vier Karten entsteht nicht, denn Bens Strafe ist schon erledigt.
Warum „+2 auf +2“ trotzdem erlaubt ist
Eine Karte passt, wenn Farbe, Zahl oder Symbol mit der obersten Karte des Ablagestapels übereinstimmen. Deshalb darf eine +2 auf einer +2 liegen – aber nur in einem normalen Zug, nicht als Abwehr. Wer bestraft wird, hat keinen Zug, in dem er etwas ablegen könnte.
Und bei +4?
Die betroffene Person zieht vier Karten und setzt aus. Statt zu stapeln, hat sie nur eine andere Möglichkeit: Sie kann die +4 anzweifeln, wenn sie vermutet, dass die ausspielende Person noch eine Karte in der passenden Farbe hatte. Dann werden deren Handkarten geprüft.
Stapeln als Hausregel
In vielen Runden wird gestapelt: Wer eine passende +2 oder +4 hat, legt sie drauf, und die erste Person ohne passende Karte zieht die Summe. Das steht nicht in der Mattel-Anleitung. Wenn ihr so spielen wollt, klärt vorher drei Fragen: Darf +2 auf +4 und +4 auf +2? Zieht die letzte Person die ganze Summe? Setzt sie danach zusätzlich aus? Wie ihr solche Absprachen festhaltet, steht unter Hausregeln gemeinsam vereinbaren.
Quellen
Quellenstand: 25. Oktober 2026.