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L.A.M.A. oder Bohnanza: Ablegen oder verhandeln?

„Wir möchten ein kleines Kartenspiel, bei dem man miteinander zu tun hat.“ Dieser Wunsch kann L.A.M.A. ebenso meinen wie Bohnanza, obwohl die Aktivität am Tisch sehr verschieden ist. Bei dem einen beschäftigt dich vor allem dein Umgang mit den eigenen Karten und dem passenden Ausstieg. Bei dem anderen sind Angebote und Absprachen ein wichtiger Teil der Partie. Die Schachtelgröße hilft bei dieser Entscheidung kaum.

Fundraum Redaktion · 4 Minuten Lesezeit

Kurz beantwortet

L.A.M.A. ist ein ruhiges Ablegespiel ab zwei Personen und acht Jahren. Bohnanza verlangt freies Verhandeln, beginnt erst bei drei Personen und ist ab zehn Jahren angegeben.

L.A.M.A.Bohnanza
Personen2–63–5
Verlagsdauer20 Min.45 Min.
Verlagsalterab 8ab 10
SpielweiseGegeneinanderGegeneinander
AusgabeDeutsche Ausgabe, AMIGO-Artikel 01907Deutsches Grundspiel, AMIGO-Artikel 01661
SpielseiteL.A.M.A. ansehenBohnanza ansehen

Angaben aus den offiziellen Verlagsseiten und Spielregeln der genannten Ausgaben. Preis und Verfügbarkeit bitte direkt bei Amazon prüfen.

„Wir reden ohnehin die ganze Zeit“

Dann prüft, ob ihr auch im Spiel gern verhandeln möchtet. Bohnanza macht Gesprächsangebote zu einem Teil der Tätigkeit. Das ist etwas anderes als ein lockeres Gespräch neben einem Spiel: Man hört zu, erkennt Interessen und entscheidet, ob ein Handel zum eigenen Plan passt.

Eine stille Person muss deshalb nicht automatisch ungeeignet sein. Wichtiger ist, ob sie Lust hat, Angebote zu machen und abzulehnen. Gebt ihr Raum, ohne stellvertretend für sie zu handeln. Wenn eine Runde nur mitspielt, um nicht aus der Unterhaltung herauszufallen, wird ein Handelsmechanismus dieses Problem nicht von selbst lösen.

„Lieber eine Entscheidung und weiter“

Bei L.A.M.A. richtet sich die Aufmerksamkeit auf den nächsten eigenen Schritt. Der Reiz kann darin liegen, ein überschaubares Risiko einzugehen oder einen Durchgang bewusst zu beenden. Wer ein kompaktes Wechselspiel sucht und keine längeren Angebote aushandeln möchte, sollte sich diesen Ablauf zuerst ansehen.

Kurze Zugmöglichkeiten bedeuten dabei nicht, dass jede Entscheidung offensichtlich ist. Man kann mit einer einfachen Regel trotzdem überlegen, wie weit man gehen möchte. Entscheidend ist, ob euch diese wiederkehrende Entscheidung genug interessiert. Wer vor allem Gespräche und Tauschgeschäfte sucht, findet sie nicht allein deshalb, weil mehrere Menschen mit Karten am selben Tisch sitzen.

„Kann ich meine Hand sortieren?“

Bei Bohnanza ist die feste Reihenfolge der Handkarten eine zentrale Besonderheit. Sie ist nicht bloß eine lästige Aufräumregel, sondern beeinflusst, welche Karten wann zum Problem oder zum Angebot werden. Für eine Kaufprobe lohnt es sich, genau diesen ungewohnten Punkt zu erklären.

Fragt danach, ob diese Einschränkung Neugier oder vor allem Widerstand auslöst. Eine Runde muss nicht jede ungewöhnliche Idee mögen. Wer seine Karten sofort nach Farben ordnen möchte, sollte verstehen, warum das hier gerade nicht zum Ablauf gehört. Sonst beurteilt die Runde versehentlich eine selbst veränderte Fassung.

Eine einfache Entscheidung ohne Siegerliste

Wir suchen Verhandlung und gemeinsame Gesprächsanlässe.
Bohnanza zuerst ansehen; dabei die genaue Ausgabe und ihre Personenzahl prüfen.
Wir suchen kurze eigene Entscheidungen und überschaubares Material.
L.A.M.A. zuerst ansehen und den Ablauf eines Durchgangs kennenlernen.
Wir wollen häufig nur zu zweit spielen.
Die hier geführte Bohnanza-Ausgabe beginnt bei drei Personen; nicht mit einer anderen Ausgabe oder Sonderregel verwechseln.

Wenn ihr schon ein ähnliches Ablegespiel besitzt, kann Bohnanza eine andere Tätigkeit ergänzen. Wenn euch dagegen genau ein unkomplizierter Wechsel von Zügen fehlt, ist „noch ein Kartenspiel“ nicht automatisch ein unnötiger Doppelkauf. Beschreibt die Lücke mit einem Verb: ablegen, abwägen, handeln. Danach wird die Auswahl deutlich konkreter.

Quellen

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